Jazztage Dresden

Dresden erneut im „Gregory Porter"-Fieber

überregional 25.06.2018


Tickets für das Jazztage-Konzert im November dank größerer Spielstätte wieder erhältlich

Gregory Porters Ruf als beeindruckendster Jazzsänger und Songwriter seiner Generation hat sich auch in Dresden herumgesprochen. Nach seinem umjubelten und ausverkauften Konzert der Musikfestspiele in der Semperoper war auch sein Konzert zu den Jazztagen Dresden am 18. November 2018 bald restlos ausverkauft. Um noch mehr Besuchern des inzwischen vielfältigsten und zeitlich längsten Jazzfestivals Deutschlands das Live-Erlebnis von Gregory Porter zu ermöglichen, wurde sein Konzert vom Erlwein-Capitol in die deutlich größere BallsportARENA verlegt.

Zahlreiche Fans stehen bereits auf der Warteliste, bisher gekaufte Tickets sind eins zu eins umgebucht. Der Vorverkauf für das Konzert an der neuen Spielstätte beginnt am Mittwoch auf www.jazztage-dresden.de und an allen Vorverkaufsstellen. Unter den 400 Künstlern aus 30 Nationen bei den 29 Festivaltagen im November ist Gregory Porter das Titelgesicht der Jazztage. Porter präsentiert eine wunderbare Zusammenstellung von Songs aus allen seinen Erfolgsalben.
Es gibt nur wenige Künstler, die es schaffen, Musik zu machen, die zeitlos und zugleich doch vollkommen zeitgenössisch ist. Der Sänger und Songwriter Gregory Porter gehört ganz sicher in diese Kategorie. Mit „Take Me To The Alley”, dem heißerwarteten Nachfolger seines sensationellen Blue-Note-Debüts „Liquid Spirit”, festigt er nun seinen Ruf, der beeindruckendste Jazzsänger und Songwriter seiner Generation zu sein. In einer erstaunlichen Karriere hat Porter immer wieder seine Fähigkeit gezeigt, Genregrenzen zu überschreiten und Hörer jeglicher musikalischen Couleur zu erreichen. Nach „Liquid Spirit” – dem meistgestreamten Jazzalbum der Gegenwart, für das Gregory Porter hochgelobt und mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde (unter anderem mit dem Grammy für das beste Jazzvokalalbum) fand er im Herbst 2015 endlich die Zeit, ins Studio zurückzukehren, um „Take Me To The Alley” aufzunehmen. Wie schon bei den drei vorherigen Alben tat er sich auch diesmal mit dem Produzenten Kamau Kenyatta zusammen, um eine Kollektion von beeindruckenden Originalen zu erschaffen, in der er sich ebenso mit persönlichen Dingen wie mit politischen Themen auseinandersetzt. Inspiriert zu diesem Album wurde Porter nicht nur von seiner Familie: Die unglaubliche Liebe, Aufmerksamkeit und Ermunterung, die ihm stets von seiner verstorbenen Mutter Ruth zuteilwurde, prägt die heitere Ballade „More Than A Woman“. „In Heaven”, geschrieben von Gregorys Cousine Darlene Andrews, ist ein optimistisches Lied, das die Porters oft sangen, wenn sie von einem verstorbenen Familienmitglied Abschied nehmen mussten. Zwei Songs widmet er seinem Sohn Demyan. Aber auch gesellschaftspolitische Kommentare, wie sie Porter früher schon in Songs wie „1960 What?” und „Musical Genocide” abgegeben hatte, spielen in der Arbeit des Sängers nach wie vor eine integrale Rolle. In vielen seiner Songs ruft er zum energischen, aber gewaltfreien Protest gegen die vielen Ungerechtigkeiten auf.
Seine romantische Ader lebt Porter in anderen Songs aus. Etwa in dem schwelenden Stück „Consequence Of Love”, einer Midtempo-Ballade, die von der Kraft und Irrationalität der Liebe handelt. „Liebe hat ihre eigenen Regeln. Aber manchmal stellen wir uns ihr, beeinflusst von politischen und ethnischen Differenzen oder pubertärem Denken, in den Weg. Wann immer zwei Menschen sich lieben, sollte man sie einfach lassen”, sagt Porter.
Samstag, 18. November 2018, 20 Uhr, Gregory Porter & Band, BallsportARENA Dresden