Pressemitteilung der Polizeidirektion Görlitz

Nächtliche Kontrollen im grenznahen Raum und auf der BAB 4

Bautzen 11.01.2018


Die Polizeidirektion Görlitz hat in den zurückliegenden Tagen und Nächten verstärkt Personen und Fahrzeuge im Raum Weißwasser sowie auf der BAB 4 in Fahrtrichtung Görlitz kontrolliert. Die mit uniformierten Beamten und Zivilfahndern durchgeführten Einsatzmaßnahmen zielten auf die Zurückdrängung der Eigentumskriminalität,

insbesondere auf die Verhinderung von Fahrzeugdiebstählen ab. Auch Steifen der Bundespolizei kontrollierten, abgestimmt mit dem Einsatz der Landespolizei, verstärkt im grenznahen Raum.

Einsatzabschnitt BAB 4

BAB 4, Dresden - Görlitz
Bautzen, Wilthener Straße
09.01.2018, 13:20 Uhr


So überwachten Zivilfahnder der Gemeinsamen Fahndungsgruppe (GFG) Bautzen im Schwerpunkt die BAB 4, die eine häufig genutzte Verbringungsroute für Diebesgut aus Deutschland oder anderen westeuropäischen Ländern nach Osteuropa darstellt. In diesem Zusammenhang nahmen die gemeinsam agierenden Beamten der Kriminalpolizei und der Bundespolizeiinspektion Ebersbach am Dienstagnachmittag in Bautzen drei lettische Staatsbürger fest. Die beiden 32 und 36 Jahre alten Männer und ihre 36-jährige Komplizin stehen im Verdacht, für mehrere Wohnungseinbrüche in Baden-Württemberg sowie in Basel und auch in Polen verantwortlich zu sein. Bei der Durchsuchung des genutzten Mercedes stellten die Fahnder diverse Münzen, Schmuck und Bargeld sicher. Dabei soll es sich den bisherigen Ermittlungen nach um Diebesgut aus mehreren Einbrüchen handeln.

Das Kennzeichen der in Lettland zugelassenen A-Klasse der drei Tatverdächtigen war bereits Bestandteil der europaweiten Fahndungsdatenbanken gewesen und fiel am Dienstagnachmittag einem automatisierten Kennzeichenerkennungssystem (AKES) der Polizei auf, das an der BAB 4 im Einsatz gewesen war. Der Systembediener alarmierte die Zivilfahnder der GFG Bautzen, als der gesuchte Mercedes die Scanneroptik passierte und das AKES Alarm schlug. Die Streifen entdeckten den Wagen wenig später im fließenden Verkehr auf der BAB 4 und lotsten ihn in Bautzen zur Wilthener Straße. Dort nahmen sie die Insassen vorläufig fest. Die Kriminalpolizei in Baden-Württemberg führt in diesem Fall die weiteren Ermittlungen.

Einsatzabschnitt Raum Weißwasser

Insbesondere in und um die Stadt Weißwasser war die Polizei seit Montag verstärkt im Einsatz. Die Streifen des örtlichen Reviers wurden in jeder Nacht von der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Dabei kontrollierten die Streifen im Stadtgebiet von Weißwasser, sowie in Gablenz, Bad Muskau und Krauschwitz bisher insgesamt rund 200 Personen und knapp 115 Fahrzeuge.

Bad Muskau, Berliner Chaussee
09.01.2017, 23:45 Uhr


In der Nacht zu Mittwoch stoppten die Bereitschaftspolizisten auf der Berliner Chaussee in Bad Muskau einen in Polen zugelassenen Opel. Am Steuer saß ein 31-jähriger Mann, der zuvor über die Neißebrücke nach Deutschland eingereist war. Eine Überprüfung seiner Personalien ergab, dass der Betroffene bereits mit Fahrzeugdiebstählen in Verbindung stand. Daher durchsuchten die Beamten den Opel genau und fanden dabei diverse Utensilien sowie Werkzeuge, die für Autodiebstähle genutzt werden können. Zudem war der 31-Jährige nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis.

Die Polizisten stellten die Gerätschaften sicher, erhoben die Personalien des Mannes, leiteten ein Strafverfahren zu der „Schwarzfahrt“ ein und untersagten dem Beschuldigten die Weiterfahrt. Da ihm aktuell keine weitere Straftat zugerechnet werden konnte, blieb den Beamten nichts anderes übrig, als den Mann anschließend wieder ziehen zu lassen.

S 127, Grenzbrücke bei Krauschwitz
11.01.2017, gegen 02:20 Uhr


In der Nacht zu Donnerstag hat ein im Raum Zary (PL) zugelassener Opel Vectra bei Krauschwitz eine Kontrollstelle durchbrochen. Der Wagen überrollte sogar einen Stopp-Stick, den die dort positionierte Streife der Bereitschaftspolizei ausgelegt hatte. Der Opel fuhr über die Grenzbrücke auf polnisches Hoheitsgebiet. Die sächsischen Polizisten eilten ihm nach und fanden den Pkw einige hundert Meter hinter der Grenze. Der Stopp-Stick hatte seine Wirkung nicht verfehlt - ein Reifen des Vectra war luftleer. Am Steuer saß ein 60-jähriger Mann, gegen den aus polizeilicher Sicht nichts vorlag. Das ergab eine genaue Prüfung seiner Identität. Warum er den Zeichen und Weisungen der Polizisten nicht gefolgt war, konnte er selbst nicht so genau erklären. Eine Streife der polnischen Polizei entließ den Betroffenen anschließend aus der Maßnahme. Für das Nicht-Beachten des Anhaltesignals wird eine Ordnungswidrigkeitenanzeige auf den Mann zukommen.

Die Polizeidirektion Görlitz wird die Kontrollen im grenznahen Raum sowie auf der BAB 4 auch in den kommenden Wochen fortsetzen. (tk)



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