Steuerberaterverband Sachsen e. V.

So teilen Sie Au-pair-Kosten mit dem Fiskus

überregional 12.07.2018


Steuerberaterverband Sachsen gibt Tipps rund um die jungen Familienhelfer

Mit ihrem Schulabschluss in der Tasche träumen viele Schüler in Sachsen vom Abenteuer im Ausland. Als Au-pair können sie genau das erleben. Sie lernen Sprache und Kultur bei einer Gastfamilie im Ausland kennen. Im Gegenzug haben sie ein Auge auf die Kinder der Familie und übernehmen leichte Hausarbeiten.

Gastfamilien stellen den Au-pairs nicht nur Kost und Logis zur Verfügung. Sie zahlen ihnen auch ein Taschengeld. Daneben können für den temporären Familienzuwachs Vermittlungsgebühren und weitere Kosten, etwa für den öffentlichen Nahverkehr, entstehen. Das Gute dabei: Die Gastfamilien können den Fiskus an ihren Ausgaben beteiligen. Der Steuerberaterverband Sachsen erklärt, wie es geht:

„Gastfamilien können für die Betreuung jedes Kindes in ihrem Haushalt zwei Drittel der entstandenen Kosten steuermindernd als Sonderausgaben geltend machen“, verrät Dr. Andreas Zönnchen, Steuerberater und Präsident des sächsischen Steuerberaterverbandes. „Die Obergrenze beträgt 4.000 Euro pro Kind im Jahr. Voraussetzung ist, dass die Kinder nicht älter als 13 Jahre alt sind.“

Ein Au-pair packt in der Regel auch im Haushalt mit an. Es räumt etwa die Spülmaschine ein oder erledigt kleine Einkäufe. „Auch die Kosten für diese Unterstützung können die Steuerlast mindern. Jedoch gelten hier die Regelungen für sogenannte haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse. Das heißt, nur 20 Prozent der Kosten und maximal 4.000 Euro im Jahr können Gastfamilien steuerlich geltend machen“, erklärt der Präsident des sächsischen Steuerberaterverbandes.

Es empfiehlt sich also in einem Au-pair-Vertrag zu regeln, welcher Zeitanteil auf die Kinderbetreuung und welcher auf die Hausarbeit entfällt. Ohne eine vertragliche Fixierung geht das Finanzamt von einer Aufteilung von 50 zu 50 aus. Insbesondere wenn ein Au-pair mehr als ein Kind betreut, kann sich diese pauschale Annahme steuerlich nachteilig auswirken.

„Um in den Genuss des Steuerbonbons zu kommen, müssen Gasteltern allerdings noch Folgendes beachten: Zum einen müssen sie ihre Taschengeldzahlungen auf ein Konto des Au-pairs überweisen und zum anderen über eine Rechnung verfügen“, rät Dr. Zönnchen. „Barzahlungen an ein Au-pair werden nämlich steuerlich nicht anerkannt!“

Bei der korrekten Ansetzung der Kosten unterstützt sie gern ein Steuerberater. Mit dem kostenfreien Steuerberater-Suchservice des Deutschen Steuerberaterverbands e.V. unter www.steuerberater-suchservice.de lässt sich der passende Steuerexperte in der Nähe ganz einfach ausfindig machen.

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