Elektronische Terminvereinbarung für Mammographie-Screening im Freistaat Sachsen

überregional 29.06.2018


Erleichterung für Frauen bei der Terminvereinbarung mit Onlinebuchungssystem zur Früherkennung von Brustkrebs

Seit dem Frühjahr können Frauen im Freistaat Sachsen neben der telefonischen Terminvereinbarung für ein Mammographie-Screening auch das Onlinebuchungssystem nutzen.

„Ich freue mich, dass Frauen im Freistaat Sachsen, die eine Einladung zum Mammografie-Screening erhalten haben, den Termin nun endlich auch online vereinbaren können. Denn es ist eine enorme Erleichterung, wenn auch außerhalb der Sprechzeiten – vielleicht am Wochenende, wenn mehr Zeit ist – eine Buchung möglich ist. Damit wird Frauen der Zugang zur Brustkrebsfrüherkennung nochmals erheblich erleichtert. Ich erhoffe mir damit eine nochmals stärkere Nutzung des Angebots, das in der Krebsvorsorge ein wichtiger Baustein ist“, so Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.

Das im Jahr 2007 in Sachsen eingeführte Mammographie-Screening-Programm ermöglicht die Erkennung von Krebsvorstufen und trägt so zu einem Rückgang fortgeschrittener Brustkrebserkrankungen bei. Dieses Programm führt dazu, dass mehr Tumore in einem früheren Stadium erkannt werden, in dem sie noch nicht tastbar sind. Verbesserte Therapie- und Diagnosemöglichkeiten führen somit zu höheren Überlebensraten.

Grundsätzlich haben alle Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren mit einer gültigen Krankenversicherung alle zwei Jahre den gesetzlichen Anspruch auf eine Mammographie. Mit Wohnsitz in Sachsen werden sie hierzu automatisch von der Zentralen Stelle in Chemnitz eingeladen. Die Zentrale Stelle regelt den gesamten Terminvergabeprozess und ist der erste Ansprechpartner bei Terminveränderungen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Mit einer gültigen Einladung und einem Terminvorschlag von der Zentralen Stelle erhält die anspruchsberechtigte Frau einen Einladungscode. Mit diesem Code kann sie sich auf www.sachsen.mammotermin.de in das Portal einloggen. Dort hat die Frau unterschiedliche Möglichkeiten: Sie kann ihren Termin je nach Verfügbarkeit verschieben. Des Weiteren kann der Termin bestätigt oder abgesagt werden. Der Code ist immer bis zum aktuellen Mammographie-Termin gültig. Nur am Tag der Untersuchung kann die Frau den Termin im Portal nicht mehr ändern.

Natürlich steht auch weiterhin zu den angegebenen Hotline-Zeiten die Zentrale Stelle telefonisch zur Verfügung bzw. kann per E-Mail kontaktiert werden.

Hintergrundinformationen:

Die Evaluation des Mammographie-Screenings von Sachsen ist aus dem Jahr 2017: Hier wurden insgesamt 279.036 Frauen zum Screening eingeladen, wovon 159.248 Frauen teilgenommen haben. Das sind 57,1 Prozent. Regional gibt es einige Unterschiede im Teilnahmeverhalten. Hierbei ist Ostsachsen (Landkreise Görlitz, Bautzen, und hälftig Osterzgebirge-Sächsische Schweiz) Spitzenreiter mit 61,9 Prozent im 4. Quartal 2017. Die geringste Teilnahmerate gab es in Westsachsen mit 52,3 Prozent im 1. Quartal 2017.

Im Bundesdurchschnitt liegt Sachsen immer noch weit vorn. Deutschlandweit haben 2015 5,5 Millionen Frauen eine Einladung zum Screening erhalten, teilgenommen haben 2,85 Millionen (52 Prozent).

Staatssekretär Stefan Brangs: „Für den Aufbruch in die digitale Zukunft brauchen wir eine leistungsfähige Breitbandversorgung. Einkaufen, Bankgeschäfte oder Urlaub buchen– heute funktioniert all das per Internet. Die schnellen Internetanschlüsse sorgen dafür, dass Gemeinden wie Rietschen für alle Bürger und Bürgerinnen auch in Zukunft lebenswert bleiben und Unternehmen am Standort bleiben oder sich sogar neu ansiedeln“, sagt Staatssekretär Stefan Brangs, Beauftragter der Staatsregierung für Digitales. „Mein Dank geht deshalb vor allem an den Bürgermeister Ralf Brehmer und die Gemeinderäte von Rietschen, die sich so früh auf den Weg gemacht und die großen Herausforderungen gemeistert haben.“

Ralf Brehmer, Bürgermeister der Gemeinde Rietschen: „Mit dem neuen Breitbandnetz können wir fast allen Haushalten in Rietschen eine leistungsfähige Internetverbindung zur Verfügung stellen – das ist ein tolles Ergebnis und ich freue mich sehr, dass wir dieses Projekt realisieren konnten. Es war ein langer und sicherlich nicht immer einfacher Weg. Aber: Die Mühen haben sich gelohnt! Ich bin froh, dass wir diesen Schritt frühzeitig gegangen sind und unsere Einwohnerinnen und Einwohner zukünftig von einer guten und leistungsfähigen breitbandinfrastruktur profitieren. Ich danke dem Freistaat Sachsen für die finanzielle Unterstützung. Der Freistaat hat frühzeitig erkannt, dass er den Breitbandausbau fördern und die Kommunen unterstützen muss – andernfalls hätten wir ein solches Projekt voraussichtlich nicht realisieren können. Darüber hinaus danke ich auch dem Team des Breitbandkompetenzzentrum Sachsen, das uns im gesamten Prozess unterstützend und begleitend zur Seite stand.“

Bis zum Jahr 2020 stehen für grenzübergreifende Projekte, die Träger aus Sachsen und Tschechien gemeinsam umsetzen, 186 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus nationalen Beiträgen der beiden Nachbarländer. Seit Programmstart im Juli 2015 werden bereits 124 grenzübergreifende Projekte mit rund 145,1 Millionen Euro aus den zur Verfügung stehenden Mitteln finanziert.

Alle Informationen zum Förderprogramm und zum Videowettbewerb:
www.sn-cz2020.eu

Eingereichte Videos:
www.youtube.com


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