Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Erster essbarer Strohhalm auf Fruchtbasis: wisefood GmbH gewinnt mit umweltschonender Innovation den futureSAX-Ideenwettbewerb 2018

überregional 26.06.2018


futureSAX-Innovationskonferenz 2018 rückt beste Ideen aus dem sächsischen Gründungs- und Innovationsökosystem in den Fokus – Wirtschaftsminister Dulig: „Jede Idee ist wertvoll!“

Innovatoren aus ganz Sachsen haben sich am Montag (25. Juni) bei der futureSAX-Innovationskonferenz 2018 im DDV-Stadion in Dresden getroffen. Die über 500 Gründer, Unternehmer, Wissenschaftler und Kapitalgeber nutzten die Veranstaltung zur branchenübergreifenden Information, Präsentation und Vernetzung.

Im Rahmen der „Innovationsbörse“ informierte sich Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig über die besten Gründerideen und die Wissens- und Technologietransfer-Landschaft des Freistaates. Aus mehr als 60 Bewerbungen für den futureSAX-Ideenwettbewerb 2018 ist die wisefood GmbH aus Langenbernsdorf (Landkreis Zwickau) als Sieger hervorgegangen. Sie hat den ersten essbaren Strohhalm auf Fruchtbasis entwickelt – eine nachhaltige Innovation vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um ein EU-Verbot von Plastiktrinkhalmen.

Martin Dulig: „Ob High- Tech oder Kreativwirtschaft, ob Aus- oder Neugründungen – man spürt das enorme fachliche Potenzial, das in den Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und in jedem einzelnen Menschen steckt. Dieses Know-how und den unternehmerischen Mut wollen wir weiter stärken. Auch wenn es in diesem Jahr nicht zu einem Preis gereicht haben sollte, empfehle ich jedem weiterzumachen, denn jede Idee ist wertvoll.“

Über 100 Ideen und Konzepte aus der Welt der Innovation – darunter von Teilnehmern des futureSAX-Ideenwettbewerbs 2018, von Alumni vergangener Wettbewerbsjahre und von Preisträgern des diesjährigen sächsischen Landeswettbewerbs von „Jugend forscht“ – machten Innovation greifbar. Die Investoren-Lounge bot Rückzugsmöglichkeiten, um mit interessierten Kapitalgebern ins persönliche Gespräch zu kommen. Ein interaktives Begleitprogramm zu unternehmens- und gründungsrelevanten Themen sowie zum Wissens- und Technologietransfer und dem sächsischen Mentoring-Netzwerk rundeten das Programm ab.

Die überzeugendsten Geschäftsideen und Gründungskonzepte des Jahres wurden von Dr. Hartmut Mangold, Staatssekretär für Wirtschaft und Verkehr, ausgezeichnet:

1. Platz – wisefood GmbH aus Langenbernsdorf Mit eatapple, dem ersten essbaren Strohhalm auf Fruchtbasis, bietet das Gründerteam um Konstantin Neumann eine nachhaltige Alternative zum Plastikstrohhalm an. Die wisefood GmbH überzeugte die Wettbewerbsjury in den Kategorien Neuartigkeit, Umsetzbarkeit und kommerzielles Potenzial. Platz 1 ist mit einem Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro verbunden.

2. Platz – Infrasolid GmbH aus Dresden
Die Ausgründung der TU Dresden sicherte sich mit innovativen und energieeffizienten Mikro-Lichtquellen den zweiten Platz und damit ein Preisgeld von 10.000 Euro. Die miniaturisierten Infrarotstrahler sind in der Lage, anhand des speziellen Infrarot-Fingerabdrucks eines jeden Stoffes Informationen über diesen zu generieren und in entsprechenden Geräten darzustellen.

3. Platz – Team denovoMATRIX aus Dresden Das Gründerteam hat eine neuartige Biomaterialbeschichtung für Plastikmaterial in der Zellkultur entwickelt, mit dem menschliche Stammzellen besser vermehrt werden können als mit herkömmlichen Methoden. Gleichzeitig behalten sie ihre Eigenschaften als Stammzellen bei, ohne zu differenzieren – eine essentielle Voraussetzung für deren zukünftige Verwendung in Stammzelltherapien. Der dritte Platz ist mit 5.000 Euro dotiert.

futureSAX-Publikumspreis – Unimir GmbH aus Dresden Neben den Hauptpreisen gab es zum fünften Mal den futureSAX-Publikumspreis. Insgesamt hatten sich hier 54 der über 60 Teilnehmer aus dem futureSAX-Ideenwettbewerb zur Wahl gestellt. Über 2.200 Personen gaben dabei ihre Stimme ab. Bei dem öffentlichen Online-Voting ging die Unimir GmbH mit ihrem Produkt „SHADE WINGS – die Zusatzsonnenblende“ als Publikumssieger hervor.

Hintergrund: futureSAX-Ideenwettbewerb

Das Bewertungsverfahren ist zweistufig. In der ersten Runde nominieren Juroren die besten Konzepte für die zweite Wertungsrunde. In dieser entscheidet eine Jury unter Vorsitz des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr auf Basis von Präsentationen der Nominierten über die Preisträger des futureSAX-Ideenwettbewerbs.
Weitere Informationen: www.futureSAX.de/ideenwettbewerb

Hintergrund: futureSAX – die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen

futureSAX gibt Gründern und Unternehmen aus Sachsen Wachstumsimpulse, vernetzt branchenübergreifend Innovatoren und unterstützt den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Zur Finanzierung des Wachstums bietet die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen Gründern und Unternehmern zahlreiche Kontaktmöglichkeiten mit Kapitalgebern.

futureSAX ist eine Initiative des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und firmiert jetzt als futureSAX GmbH. Gesellschafter sind der Freistaat Sachsen und die Wirtschaftsförderung Sachsen. Geschäftsführerin ist Marina Heimann. Der Sitz der futureSAX GmbH ist die Anton-Graff-Straße 20 in 01309 Dresden.

Staatssekretär Stefan Brangs: „Für den Aufbruch in die digitale Zukunft brauchen wir eine leistungsfähige Breitbandversorgung. Einkaufen, Bankgeschäfte oder Urlaub buchen– heute funktioniert all das per Internet. Die schnellen Internetanschlüsse sorgen dafür, dass Gemeinden wie Rietschen für alle Bürger und Bürgerinnen auch in Zukunft lebenswert bleiben und Unternehmen am Standort bleiben oder sich sogar neu ansiedeln“, sagt Staatssekretär Stefan Brangs, Beauftragter der Staatsregierung für Digitales. „Mein Dank geht deshalb vor allem an den Bürgermeister Ralf Brehmer und die Gemeinderäte von Rietschen, die sich so früh auf den Weg gemacht und die großen Herausforderungen gemeistert haben.“

Ralf Brehmer, Bürgermeister der Gemeinde Rietschen: „Mit dem neuen Breitbandnetz können wir fast allen Haushalten in Rietschen eine leistungsfähige Internetverbindung zur Verfügung stellen – das ist ein tolles Ergebnis und ich freue mich sehr, dass wir dieses Projekt realisieren konnten. Es war ein langer und sicherlich nicht immer einfacher Weg. Aber: Die Mühen haben sich gelohnt! Ich bin froh, dass wir diesen Schritt frühzeitig gegangen sind und unsere Einwohnerinnen und Einwohner zukünftig von einer guten und leistungsfähigen breitbandinfrastruktur profitieren. Ich danke dem Freistaat Sachsen für die finanzielle Unterstützung. Der Freistaat hat frühzeitig erkannt, dass er den Breitbandausbau fördern und die Kommunen unterstützen muss – andernfalls hätten wir ein solches Projekt voraussichtlich nicht realisieren können. Darüber hinaus danke ich auch dem Team des Breitbandkompetenzzentrum Sachsen, das uns im gesamten Prozess unterstützend und begleitend zur Seite stand.“

Bis zum Jahr 2020 stehen für grenzübergreifende Projekte, die Träger aus Sachsen und Tschechien gemeinsam umsetzen, 186 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus nationalen Beiträgen der beiden Nachbarländer. Seit Programmstart im Juli 2015 werden bereits 124 grenzübergreifende Projekte mit rund 145,1 Millionen Euro aus den zur Verfügung stehenden Mitteln finanziert.

Alle Informationen zum Förderprogramm und zum Videowettbewerb:
www.sn-cz2020.eu

Eingereichte Videos:
www.youtube.com


Veröffentlicht für:

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