Pressemitteilung des Kreissportbundes Bautzen e.V.

Bildungsurlaub, weniger Bürokratie und mehr Wertschätzung

Bautzen 06.12.2017


Kreissportbund Bautzen berichtet über die Wünsche des Ehrenamts und stellt Forderungen an die Politik

„Schreiben Sie mir einen Wunschzettel“ war am 09. August das Angebot des Bundesinnenministers Thomas de Maizière während des Ehrenamtforums des Kreissportbund Bautzen in Kamenz beim Thonberger SC, an dem über 200 Vereinsvertreter teilnahmen, um an diesem Abend über ihre aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zu sprechen.

Nach dem Aufruf des Kreissportbundes einen Wunschzettel zu formulieren, nutzten die Sportvereine des Landkreises die Möglichkeit, ihre Herausforderungen, Nöte und Meinungen mitzuteilen. Torsten Pfuhl, Präsident des Kreissportbundes, sowie Lars Bauer als Geschäftsführer, konnten im Ergebnis auf die Rückmeldung von etwa 30 Vereinen zurückgreifen und stellten gemeinsam mit dem Präsidenten des Landessportbund Sachsen, Ulrich Franzen, die Themen, geordnet nach Zuständigkeit auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, bei einer Pressekonferenz vor.

So fordern die ehrenamtlichen Funktionäre auf Bundesebene eine Erhöhung der Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale sowie die Einführung eines Rentenpunktesystems für ehrenamtlich Aktive. Nach Meinung der Sportvereine schöpfen insbesondere Übungsleiter die steuerfreie Übungsleiterpauschale aus, die bei einer Erhöhung weitere Einsatzmöglichkeiten im Übungs- und Trainingsbetrieb schaffen kann. Vor allem fehlt es aber dem Ehrenamt an Wertschätzung ihrer Arbeit. So kann ein Rentenpunktesystem für ehrenamtlich Aktive als staatliche Anerkennung und Wertschätzung dienen.

Auf der Ebene des Freistaates darf man sich nun Gedanken über den Bildungsurlaub machen. 14 Bundesländer haben dazu bereits eine gesetzliche Grundlage. Sachsen und Bayern bilden die Ausnahme. Bisher müssen ehrenamtlich Engagierte für Aus- und Fortbildungsmaßnahmen entweder Urlaub nehmen oder an Abend- und Wochenendlehrgängen teilnehmen, um notwendige Qualifizierungen für ihr Ehrenamt zu erhalten.

Eine neue Willkommenskultur für das Ehrenamt wünscht sich der Kreissportbund vom Landkreis Bautzen. Die Wünsche der ehrenamtlich Engagierten auf Kreisebene sind sehr vielfältig. Ein Dankeschön gesagt, finanzielle Entlastungen für die Vereine beschlossen oder auch unbürokratische Wege in der alltäglichen Vereinsarbeit aufgezeigt, können erste Ansätze sein. Der Kreissportbund regt hier einen gemeinsam erarbeiten Maßnahmenkatalog an, der im Ergebnis aufzeigen soll, wie im Landkreis Bautzen weiter eine ehrenamtsfreundliche Willkommenskultur geschaffen werden kann.

Wertschätzung und Anerkennung ehrenamtlichen Engagements fängt aber schon im Verein selbst an. Er ist eine Solidargemeinschaft und benötigt das Mitwirken vieler. Vereinsmitglieder nehmen dabei die Leistung des Sporttreibens in Anspruch, die durch den Vorstand, die Übungsleiter und die Helfer im Ehrenamt erbracht werden. Sie sind damit die „Kümmerer“ im Vereinsleben, denen meist ein Dankeschön von den Vereinsmitgliedern als Motivation ausreicht.


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